Neuigkeiten aus der Welt der WAGU Gummitechnik

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WAGU Gummitechnik GmbH sucht Azubi zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Gummi ist ein faszinierender Werkstoff. Kaum einer ahnt, wie unendlich viele Möglichkeiten dieses Material bietet und in welchen Bereichen Gummi schon jetzt unverzichtbar ist. Denn auch die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.

„Gummi kommt quasi überall zum Einsatz“, sagt Tobias Nonnast, Geschäftsführer der WAGU Gummitechnik GmbH und führt als Beispiel Autos an. „Von den Reifen über die Tür- und Fensterdichtungen sowie die Keilrippen- und Zahnriemen bis hin zu den Kraftstoff- und Turboladerschläuchen wird überall Gummi genutzt.“

Dabei ist Gummi nicht gleich Gummi. Denn an den unterschiedlichen Stellen im Auto müssen die eingesetzten Gummimischungen verschiedene Eigenschaften haben, damit sie den jeweiligen Anforderungen gerecht werden. „Wenn wir für einen Kunden eine Rezeptur für eine individuelle Gummimischung entwickeln, können dabei durchaus schon mal 30 verschiedene Rohstoffe zusammenkommen“, erzählt Thomas Nier. „Dabei wählen wir aus rund 1.200 Rohstoffen die passenden aus, wobei wir 800 davon ständig auf Lager haben.“

Bei diesen Zahlen wird schnell klar, wie wichtig Erfahrung ist. Und davon hat der Ausbilder jede Menge, denn mittlerweile arbeitet er seit 26 Jahren bei dem Warsteiner Unternehmen und war dort der erste Industriemeister mit IHK-Abschluss. Sein umfangreiches Wissen kam auch Dustin Ostrowski zugute. Der 27-Jährige begann vor sieben Jahren seine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bei der WAGU Gummitechnik GmbH. Damals war er der erste gewerbliche Azubi bei dem Belecker Unternehmen, dass insgesamt 110 Mitarbeiter beschäftigt.

Mittlerweile ist er auf seinen eigenen Wunsch hin in der Entwicklung tätig. „Bei uns sind die Möglichkeiten nach der Ausbildung sehr gut“, erklärt Tobias Nonnast, „denn wir bilden engagiert und für unser Unternehmen aus.“ Wer bei uns die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker erfolgreich absolviert, kann anschließend in fast jeder Abteilung des Unternehmens eingesetzt werden – in der Entwicklung, im Labor, im Qualitätsmanagement, im Einkauf sowie im Vertrieb.

Bei der WAGU Gummitechnik GmbH arbeiten viele verschiedene Nationalitäten Hand in Hand. „Das ist uns wichtig, denn wir sind ein international tätiges Unternehmen und liefern unsere individuellen Gummimischungen in über 35 Länder weltweit“, so der Geschäftsführer.

Derzeit ist das Unternehmen mit Sitz im Industriepark Warstein-Belecke auf der Suche nach einem Auszubildenden, der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik werden möchte. „Wir freuen uns über weibliche und männliche Bewerber gleichermaßen“, verrät Tobias Nonnast, „denn der Beruf ist für jedes Geschlecht geeignet.“

Vorteilhaft ist es, wenn die Bewerber Kenntnisse in Mathe, Physik und Chemie mitbringen, wobei es für den Geschäftsführer noch bedeutendere Voraussetzungen gibt, um die Ausbildung bei der WAGU starten zu können. „Das Wichtigste ist, dass der Bewerber Bock darauf hat – alles andere kann man lernen.“

Und zu lernen gibt es jede Menge. „Werkstoffkunde zieht sich beispielsweise durch die gesamte Ausbildung“, erinnert sich Dustin Ostrowski, der während der dreijährigen Ausbildung alle Abteilungen des Unternehmens durchlaufen hat. „Dabei lernt man unter anderem, die verschiedenen Maschinen zu bedienen.“ Wobei nicht alles maschinell und automatisiert abläuft. Es gibt auch noch Bereiche, in denen Mitarbeiter manuell mit einer Waage Rohstoffe wie Granulate abwiegen und auch im Labor und in der Entwicklung ist Fingerspitzengefühl gefragt.

„Wir liefern keine fertigen Produkte, sondern individuelle Mischungen“, sagt Industriemeister Thomas Nier. Manche Kunden haben ihre eigene Rezeptur, die von der WAGU Gummitechnik GmbH zusammengestellt wird, andere sind auf der Suche nach einer solchen, denn sie haben besonders Anforderungen an den Werkstoff Gummi. „Die Entwicklung der optimalen Rezeptur kann sehr schnell gehen, kann aber auch durchaus mehrere Monate dauern, wenn beispielsweise das Material verschiedenen Belastungstests bestehen oder Prüfverfahren durchlaufen muss.“

Es gibt Gummimischungen, den können hochzentrierte Schwefelsäure, Treibstoffe, Kühlungs- und Lösemittel sowie Temperaturen bis zu 300 °C nichts anhaben. Andere haben eine Lebensmittelzulassung, Trinkwasserzulassung oder Bauaufsichtzulassung. Und wieder andere Mischungen verfügen über eine hohe Festigkeit, niedrigen Abrieb, und sind witterungsbeständig, flammwidrig, gas- und luftdurchlässig oder elektrisch isolierend.

„Gummi ist eben etwas ganz Besonderes“, sagt Tobias Nonnast mit einem Lächeln, „es kommt eben nur auf die richtige Mischung an.“

Die richtige Mischung

 

Dustin Ostrowski (links), der bei der WAGU die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik gemacht hat, und sein früherer Ausbilder Industriemeister Thomas Nier zeigen verschiedene Granulate.

 ecovadis

WAGU Gummitechnik hat sich zum ersten Mal einem Nachhaltigkeits-Audit von EcoVadis unterzogen und erfolgreich absolviert. EcoVadis bietet die führende Lösung für die Überwachung der Nachhaltigkeit in weltweiten Lieferketten an. In diesem Audit konnten wir die etablierten Prozesse und Verfahren aus den Bereichen Umwelt, Arbeits- & Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung nachweisen. Mit der Vergabe des Zertifikates in Silber wurde uns bestätigt, dass wir zu den TOP 25% Unternehmen unserer Bewertungsgruppe gehören.

Nachland

Zum dritten Quartal haben wir zusätzliche Nachfolgeaggregate für unseren Innenmischer GK 190 in Betrieb genommen mit welchen wir hauptsächlich schwarze Mischungen in großen Auftragsmengen herstellen. Hier fertigen wir Produkte mit einem Batchgewicht bis zu 250 kg: Wig-Wag Felle, Einzelfelle und Endlosfütterstreifen ab 30 mm Breite, sowohl mit als auch ohne Trennmittel.

Der neue Anlagenteil besteht aus zwei Walzwerken mit Einzelwalzenantrieb – die über ein sehr hohes Drehmoment und zugleich eine schnelle Abzugsgeschwindigkeit verfügen – und eine für unser Unternehmen individuell entwickelte, maßgeschneiderte Batch-Off-Anlage, auf der die Mischungen gekühlt und nach Kundenwunsch abgelegt und verpackt werden.

Die gesamte Anlage kann alternativ zum vorhandenen Nachland (Doppelschneckenextruder und Batch-Off-Anlage) genutzt werden. Sie ist vollautomatisiert, sämtliche Parameter werden zentral durch die Verfahrensentwicklung vorgegeben und gesteuert.

Der alternative Einsatz beider Technologien ermöglicht die Fertigung eines sehr breiten Produktportfolios und steigert Flexibilität und Leistung.

Im dritten Quartal dieses Jahres nahm bei WAGU eine vollautomatische Verwiegeanlage den Betrieb auf. 25 der gängigsten Rohstoffe werden darin seitdem in gewohnter WAGU Präzision abgewogen. Eine modulare Bauweise zeichnet die Anlage dabei besonders aus – sie ist je nach Entwicklung des Produktportfolios erweiterbar.

„Im Zuge der Anschaffung der Verwiegeanlage haben wir auch die Abwiegerei als Ganzes umstrukturiert“, erklärt Frank Stegemeier. „Damit haben wir die Arbeitsprozesse weiter optimiert und die Staubbelastung in diesem Bereich deutlich reduziert.“ Zudem verschaffe die Ergonomie der neuen Verwiegeanlage den Mitarbeitern in der Produktion eine signifikante Arbeitserleichterung.

Die neu strukturierte Abwiegerei befindet sich in einem separaten Gebäudeteil auf dem WAGU Gelände, der vormals als Lager diente.